Deutschland
Vom Reichtum des Miteinanders - Wie York und Joseph das Miteinander beredt machen, gehört zum Schönsten was man 2012 zu hören bekam. BERLINER ZEITUNG - Peter Uehling

»Bevor Gastarbeiter wie Georg Friedrich Händel das Musikleben auf der britischen Insel übernahmen und den italienischen Mainstream einführten, schrieb man dort die seltsamste Musik Europas. Unbekümmert um Stilideale wie harmonische Glätte oder formale Rundung, fern vom Anspruch auf die Mustergültigkeit eines Opus zählte der Griff nach der entlegenen Lösung - nicht zur Befriedigung persönlicher Eitelkeit auf Seiten des Komponisten, sondern um so weit wie möglich auszugreifen ins Reich der Töne, Rhythmen, Harmonien. Das Staunen daüber, was Komponisten von William Byrd bis Henry PurceIl alles möglich war, ist allerdings ein elitäres. Nicht, weil es so teuer wäre - dazu genügten etwa am zweiten Weihnachtsfeiertag im Radialsystem eine Sängerin und ein Organist-, sondern weil man hier nicht kurz mal drüberscannen kann und gleich Bescheid wüsste. Hier gibt es keine Effekte, keine spektakulären Gesten. Für diese Musik muss man seine urbane Grundnervosität ablegen und ganz nah ran. Die britische Sopranistin Deborah York schuf gleich zu Beginn des Programms mit einer alten, unbegleiteten Volksliedmelodie die Voraussetzungen für ein konzentriertes Hören. Vier Strophen braucht man, um dieses schroffe Gebilde mit über einer Oktave Umfang, seltsam archaischen Intervallen und unperiodischer Rhythmik kennenzulernen; in weiteren vier Strophen beginnt man mit dieser Melodie zu kreisen. Das Ohr ist nun sensibilisiert etwa für die rhythmischen Spannungen, denen William Byrd eine gregorianische "Miserere" -Melodie aussetzt: Erst liegt ein zweistimmiger Kanon unter den langen Noten des Chorals; dann brechen die Stimmen in Triolen aus, die alsbald mit Überbindungen zu stolpern beginnen. Wenn das Stolpern sich zu glatten Läufen beruhigt hat, wenden sich die rhythmischen Proportionen noch einmal. Wo eben noch zwei mal drei Viertel den Takt füllten, sind es nun drei mal drei. Klingt kompliziert, ist im Vortrag des südafrikanischen Organisten Jeremy Joseph jedoch ein Vorgang von eleganter Klarheit. "An Evening Hymn - Old English Tunes for a long Winter's Eve" lautete der Titel des Programms und ließ mehr Melodien und Gesänge erwarten, als Deborah York dann sang. Gerade die Abwechslung zwischen den liedern und Arien von Dowland und PureeIl und der verzwickten Tastenmusik für Orgelpositiv und Cembalo verlieh dem Abend aber intimen Reiz und hielt die Aufmerksamkeit im Wechsel zwischen dem unmittelbaren Ausdruck der Singstimme und den gebrochenen instrumentalsätzen wach. York singt mit tendenziell dunkel grundiertem Sopran, ohne die Musik expressiv für sich in Beschlag zu nehmen. Für Jeremy Josephs Dissonanz-sattes Continuospiel bleibt viel Gestaltungsraum. Man kann Purcells "Evening Hymn" als großes Solo aufführen, dessen Ausdruck sich in der Gesangslinie konzentriert. Subtiler ergibt sich der Reichtum dieses herrlichsten aller Abendlieder indes aus dem diffizilen Verhältnis zwischen den wechselnd langen Phrasen der Stimme und dem Gleichmaß des begleitenden Bassmodells. Wie York und Joseph das Miteinander beredt machen, gehört zum Schönsten was man 2012 zu hören bekam. «

Berliner Zeitung 26.12.12

Deutschland
Audi Art Experience, Audi Forum Ingolstadt, Konzert

»Ingolstadt Ingolstadt (DK) Das „Ave Maria“ von Charles Gounod nach Johann Sebastian Bachs Präludium in C-Dur ist nicht nur eins der populärsten Musikstücke überhaupt, sondern vielleicht auch der größte Kitsch in der Geschichte der klassischen Musik. Wie soll man ein Stück aufführen, in dem ein stilbildendes Werk des Barock-Genies zur bloßen Begleitung degradiert und mit einer rührseligen Melodie überlagert wird Ingolstadt: Fahrstuhl in mystische Welten Deborah York sprang für die erkrankte Annette Dasch ein und sang mit kristallklarer Stimme Mozart und Händel - Foto: Weinretter/Audi Beim Audi-Weihnachtskonzert im Audi-Forum stand das „Ave Maria“ auf dem Programm zwischen Meisterwerken aus Barock, Klassik und Moderne – und verblüffte das Publikum. Denn das Georgische Kammerorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Lavard Skou Larsen sowie die britische Sopranistin Deborah York gingen das umstrittene Werk derart seriös an, dass selbst die größten Zweifler verstummen mussten. Orchester und Sängerin führten das „Ave Maria“ gewissermaßen zu seinem Ursprung zurück: in die Barockzeit. Knabenhaft rein überstrahlte die Stimme von Deborah York die gebrochenen Akkorde im Cembalo, den milden Glanz von Samson Gonashvilis Solovioline und die leise schwebenden Akkorde des Streichorchesters. Kaum zu glauben, dass diese Schmacht-arie so schlicht und anmutig klingen kann. «

Von Jesko Schulze-Reimpell 16.12.2012 Donaukurier.de

Deutschland
Audi Art Experience, Audi Forum Ingolstadt, Konzert

»Audi Weihnachtskonzert Musikalische Bescherung 17.12.2012 Die englische Sopranistin Deborah York war der Stargast beim Audi Weihnachtskonzert am Freitag in Ingolstadt. Die Sängerin begeisterte die rund 850 Gäste – darunter auch Audi-Chef Rupert Stadler – mit ihrer berührenden Stimme. Audi Weihnachtskonzert Starsolistin Deborah York stand gemeinsam mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt auf der Bühne Durch ein Rolltor, das sich sonst nur für die fabrikneuen Autos der Kundenauslieferung öffnet, kommen zuerst das Georgische Kammerorchester, dann Dirigent Lavard Skou Larsen und schließlich Solistin Deborah York auf die Bühne. Das Kammerorchester läutete ganz traditionell am Freitagabend das dritte Adventswochenende mit einem Weihnachtskonzert im Ingolstädter Audi Forum ein. Sopranistin Deborah York gehört zu den führenden Künstlerinnen im Bereich Barock und Klassik und begeisterte das Publikum mit ihrer berührenden Stimme. Ob Berlin, Paris, Moskau oder London – York ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. Die Engländerin war kurzfristig für die angekündigte und erkrankte Starsolistin Annette Dasch eingesprungen. Das Programm wurde von vorweihnachtlichen Klassikern bestimmt, aber auch ein Ausflug in die zeitgenössische Musik war Teil des Abends. Audi Weihnachtskonzert Das Audi Weihnachtskonzert mit dem Georgischen Kammerorchester ist Tradition und gehört zum Advent in Ingolstadt Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt eröffnete das Konzert unter der künstlerischen Leitung von Lavard Skou Larsen mit dem Concerto grosso op. 6 Nr. 1 von Georg Friedrich Händel. Danach sang Deborah York die zwei Arien „Rejoice“ und „How beautiful are the feet“ aus Händels Oratorium „Messias“. Es folgte das Instrumentalstück „Viatore“ des lettischen Komponisten Pteris Vasks, das er im Jahr 2001 komponierte. Mit den oftmals sphärisch klingenden Streichern konnte man Bilder von nordischen Waldlandschaften assoziieren. Nach der Pause standen die Klassiker der Klassik auf dem Programm: Mozart, Gounod und Schubert stimmten die Zuschauer auf die besinnlichen Tage ein. Geleitet von den rhythmisch, fast tanzenden Bewegungen des Dirigenten sang York zunächst das „Laudamus te“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts c-Moll Messe und das berühmte „Ave Maria“ von Charles Gounod, das auf Musik von Johann Sebastian Bach aufbaut. Audi Weihnachtskonzert Beim Audi Weihnachtskonzert standen Werke von Schubert, Händel, Mozart und Bach/Gounod auf dem Programm Als Zugabe gaben alle Künstler gemeinsam die berühmte Arie „Lascia ch’io pianga“ aus der Oper „Rinaldo“ von Händel und schlugen damit einen programmatischen Bogen zum Anfang des Konzerts. Ob in Allegro, Adagio, Piano oder Forte – die Künstler verzauberten mit harmonischem Zusammenspiel trotz spontaner Besetzungsänderung. „So viel Kulturengagement ist nicht selbstverständlich. Das Audi Weihnachtskonzert hat eine lange Tradition und das Publikum weiß das zu schätzen“, freute sich Larissa Braun, Leiterin der Abteilung Kultur & Trends, über eine gelungene Audi Art Experience. Unter den rund 850 Gästen im ausverkauften Saal waren auch Audi-Chef Rupert Stadler und seine Vorstandskollegen Thomas Sigi und Frank Dreves sowie die Volkswagen-Vorstände Ulrich Hackenberg und Jochem Heizmann. «

Ingolstadt. Audi Blog: Franziska Queling

Highlights aus den Highlands
Insbrucker Festwochen

»Das Konzert mit schottischen Melodien auf Schloss Ambras von Sopranistin Deborah York und der Musica Antiqua Roma wurde zu einem Höhepunkt der lnnsbrucker Festwochen der Alten Musik. Schottische Volksmusik war einst populär. Komponisten des Barock griffen sie allerorts auf. Es erklang Musik englischer, deutscher und italienischer Komponisten von Purcell und Dowland über Baltzar, Händel und Matteis bis Geminiani und Veracini. Vokalmusik wechselte sich ab mit hochvirtuoser Violinmusik. Diese war geprägt von schnellen Saitenwechseln, weiten Intervallsprüngen, Akkordbrechungen und voller Ausnutzung des Tonumfanges abwechselnd im tiefen und hohen Bereich der Violine. Die mehrstimmigen Akkorde waren oft im grifftechnisch heiklen Intervall der Quinte gesetzt. Deborah York wurde ihrem Ruf als eine der ganz Großen ihres Fachs vollauf gerecht: Mit klarer Strahlkraft und einer meisterhaft virtuos und flexibel geführten Stimme berührte sie ungetrübt von Vibrato mit direkt-ungekünsteltem Ausdrucksgehalt. Hielt sie die Volkslieder noch schlicht, so sang sie sich im Laufe des Abends zunehmend freier und ließ sich immer mehr von der Kraft der Musiker mitreißen. Musica Antiqua Roma wartete mit einem speziellen Klang auf: Riccardo Minasi spielte auf einer Violine mit einem klangschönen Timbre fast so dunkel wie bei einer Viola. Simone Vallerotonda ließ auf der Laute und Barockgitarre mit einem präsenten, metallischen Klang aufhorchen. Auch Giulia Nuti trieb die Musik zu einem kraftvollen Ensemble-Drive durch einen rhythmisch eher perkussiven schlanken Klang an. Veronica Febbi fügte fülligen Klangzauber auf ihren Harfen hinzu. So locker, klar und geschmeidig York sang, so spielte Minasi: Atemberaubend entspannt geriet ihm die virtuose Musik lupenrein, weich und geschmeidig, und zugleich modern wie mit einem durchgängig energiegeladenen Beat. «

ber, Tiroler Tageszeitung, 21.08.2012

»Beim Festwochen-Konzert im Spanischen Saal von Schloss Ambras am vergangenen Sonntag unternahm die Sopranistin Deborah York mit dem Ensemble ‘Musica Antiqua Roma’ unter der Leitung von Riccardo Minasi eine Spurensuche nach ‘Scottish Tunes’ in der Kunstmusik des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Sängerin zählt zu den renommiertesten Vertreterinnen ihrer Zunft und begeistert durch phänomenale Technik und eine souveräne Führung ihres hellen Soprans. Minasi ist ein phänomenaler Geiger mit großer Ausstrahlungskraft und Virtuosität. Auch die weiteren Mitglieder des Instrumentalensembles musizierten auf hohem Niveau, von Simone Vallerotonda, der auf der Barockgitarre Akzente setzte, über Veronica Febbi, die mit der keltischen Harfe eine unvergleichlich exquisite Klangfarbe einbrachte, bis hin zu Giulia Nuti am Cembalo, die auch zur Flöte griff. Geboten wurde ein bunter Mix aus Liedern im schottischen ‘Volkston’ von Dowland, Purcell, Händel und weniger bekannten Komponisten, ‘Divisions’ (Variationen) über diese ‘Scottish Tunes’, Tänze und Instrumentalsätze sowie eine ‘Scotch Cantata’ eines auf den britischen Inseln wirkenden Italieners […] mit den Schlussstücken, vor allem mit der mehrteiligen ‘Scotch Cantata’ von Lorenzo Bocchi, waren York, Minasi & Co. ganz in ihrem Element, hier kamen ihre hervorragenden musikalischen Qualitäten voll zur Geltung. Und so endete der unterhaltsame Ausflug nach Schottland an diesem lauen Sommerabend doch mit einem echten Highlight aus den HighIands.«

Franz Gratl, Kronen Zeitung, 21.08.2012

Highlights aus den Highlands
Innsbrucker Festwochen

»Das Konzert mit schottischen Melodien auf Schloss Ambras von Sopranistin Deborah York und der Musica Antiqua Roma wurde zu einem Höhepunkt der lnnsbrucker Festwochen der Alten Musik. Schottische Volksmusik war einst populär. Komponisten des Barock griffen sie allerorts auf. Es erklang Musik englischer, deutscher und italienischer Komponisten von Purcell und Dowland über Baltzar, Händel und Matteis bis Geminiani und Veracini. Vokalmusik wechselte sich ab mit hochvirtuoser Violinmusik. Diese war geprägt von schnellen Saitenwechseln, weiten Intervallsprüngen, Akkordbrechungen und voller Ausnutzung des Tonumfanges abwechselnd im tiefen und hohen Bereich der Violine. Die mehrstimmigen Akkorde waren oft im grifftechnisch heiklen Intervall der Quinte gesetzt. Deborah York wurde ihrem Ruf als eine der ganz Großen ihres Fachs vollauf gerecht: Mit klarer Strahlkraft und einer meisterhaft virtuos und flexibel geführten Stimme berührte sie ungetrübt von Vibrato mit direkt-ungekünsteltem Ausdrucksgehalt. Hielt sie die Volkslieder noch schlicht, so sang sie sich im Laufe des Abends zunehmend freier und ließ sich immer mehr von der Kraft der Musiker mitreißen. Musica Antiqua Roma wartete mit einem speziellen Klang auf: Riccardo Minasi spielte auf einer Violine mit einem klangschönen Timbre fast so dunkel wie bei einer Viola. Simone Vallerotonda ließ auf der Laute und Barockgitarre mit einem präsenten, metallischen Klang aufhorchen. Auch Giulia Nuti trieb die Musik zu einem kraftvollen Ensemble-Drive durch einen rhythmisch eher perkussiven schlanken Klang an. Veronica Febbi fügte fülligen Klangzauber auf ihren Harfen hinzu. So locker, klar und geschmeidig York sang, so spielte Minasi: Atemberaubend entspannt geriet ihm die virtuose Musik lupenrein, weich und geschmeidig, und zugleich modern wie mit einem durchgängig energiegeladenen Beat. «

ber, Tiroler Tageszeitung, 21.08.2012

»Beim Festwochen-Konzert im Spanischen Saal von Schloss Ambras am vergangenen Sonntag unternahm die Sopranistin Deborah York mit dem Ensemble ‘Musica Antiqua Roma’ unter der Leitung von Riccardo Minasi eine Spurensuche nach ‘Scottish Tunes’ in der Kunstmusik des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Sängerin zählt zu den renommiertesten Vertreterinnen ihrer Zunft und begeistert durch phänomenale Technik und eine souveräne Führung ihres hellen Soprans. Minasi ist ein phänomenaler Geiger mit großer Ausstrahlungskraft und Virtuosität. Auch die weiteren Mitglieder des Instrumentalensembles musizierten auf hohem Niveau, von Simone Vallerotonda, der auf der Barockgitarre Akzente setzte, über Veronica Febbi, die mit der keltischen Harfe eine unvergleichlich exquisite Klangfarbe einbrachte, bis hin zu Giulia Nuti am Cembalo, die auch zur Flöte griff. Geboten wurde ein bunter Mix aus Liedern im schottischen ‘Volkston’ von Dowland, Purcell, Händel und weniger bekannten Komponisten, ‘Divisions’ (Variationen) über diese ‘Scottish Tunes’, Tänze und Instrumentalsätze sowie eine ‘Scotch Cantata’ eines auf den britischen Inseln wirkenden Italieners […] mit den Schlussstücken, vor allem mit der mehrteiligen ‘Scotch Cantata’ von Lorenzo Bocchi, waren York, Minasi & Co. ganz in ihrem Element, hier kamen ihre hervorragenden musikalischen Qualitäten voll zur Geltung. Und so endete der unterhaltsame Ausflug nach Schottland an diesem lauen Sommerabend doch mit einem echten Highlight aus den HighIands.«

Franz Gratl, Kronen Zeitung, 21.08.2012

Winter In Schwetzingen 2012
'Mad Songs' arias by Henry Purcell and Handel's Lucretia cantata Jeremy Joseph - harpsichord Dmitri Dichtiar - cello

»Ihre Stimme ist nicht groß, mächtig, oder auf den ersten Ton überwältigend. Aber fein, differenziert im Ausdruck, sauber geschult und perfekt abgestimmt mit den sie begleitenden Musikern: Die Koloratursopranistin Deborah York (…) zählt heute zu den Großen ihres Fachs, des Barockgesangs. Beim Festival „Winter in Schwetzingen“ des Heidelberger Theaters sang sie nun „Wahnsinnsarien“ von Purcell und Händel. Wer zu Beginn vielleicht eine Weile brauchte, um sich auf diesen schlanken, geraden und klaren Ton der Sängerin einzulassen, wurde nachher, bei der Händel-Kantate „O numi eterni“ (HWV 145) sowie den beiden Zugaben (darunter Händels „Lascia ch’io pianga“ aus „Rinaldo“) um so mehr in Bann gezogen von dieser wendig-leichten, im Ausdruck flexiblen Stimme. Im Purcell-Programmblock stach das Minidrama aus dem Sterbejahr des Komponisten „From Rosy Bow’rs“ (1695) hervor (…). Es zeigt die unglaublich hohe Expressivität dieser sich an keine Formvorgabe haltenden, die Seele umstülpenden, sprunghaft emotionalen Musik, die Deborah York mit brennender Intensität und nuancenreicher Farbpalette vortrug. Es brauchte keine Kulissen, um das Bühnendrama, das sich hier abspielt, deutlich nachzuempfinden. Ähnlich fulminant geriet Händels Kantate der Lucretia „O numi eterni“ (…). Sopranistin Deborah York wusste den Ausdruck, die Art der Verzierungen, ein bewusst gesetztes Vibrieren der Stimme genauso wie den fahlen Klang des nahenden Suizids fantastisch stilsicher und zeitgemäß in klangliche Szene zu setzen. Ihre Mitmusiker hatten daran bedeutenden Anteil: Der Südafrikaner Jeremy Joseph ist ein begnadeter Cembalist. Ein Derwisch an den Tasten. Hervorragend historisch ausgebildet (in Kopenhagen und Lübeck) scheint er von der niederländischen Schule eines Bob van Asperen beeinflusst, spielt rauschend improvisierte Arpeggien, die aber stets kontrapunktisch mit der Melodiestimme verzahnt sind. Große Kunst am Cembalo, wie auch die Solostücke von Tomkins und eine Cello-Sonate von Marcello zeigte, die Dmitri Dichtiar (Moskau/Karlsruhe), ebenso historisch gekonnt und musikalisch virtuos darbot. Rhein-Neckar-Zeitung, Matthias Roth, 16.1.2012 «

España
Ton Koopman/Amsterdam Baroque Orchestra Bach cantatas – Leon, Spain Oct 2004

»Deborah York es una soprano de voz cremosa y cristalina, sin demasiada extensión pero llena de delicadeza y frescura, que recordó mucho a la de Ely Ameling. Sus intervenciones estuvieron impregnadas de ese especial perfume que emana del perfecto conocimiento de la obra y de la esencia de lo que Bach quiso decir.«

Miguel Angel Nepomuceno, El diario de Leon

Handel – Operatic arias and duets – Orquesta Pablo Saraste, Pamplona 2005 (dir.William Lacey, Contratenor Carlos Mena, Mezzo Sara Fulgoni)

»Deborah York dio una lección de estilo. Su voz es de gran pureza. Su interpretación tranquila y experimentada. Sus ataques en el agudo son precisos, de un punto de luz que se va abriendo con homogeneidad y sin sobresaltos. Sus agilidades están siempre muy bienadornadas y se compenetró perfectamente, tanto con el contratenor en el Julio César, como con la mezzosoprano en Semele. De presencia elegante y jovial, hubiéramos deseado una intervención más larga.«

Deutschland
Purcell 'Dido and Aeneas' Sasha Waltz and Guests/Akademie für Alte Musik Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Berlin und auf DVD. Auf CD mit New Siberian Singers/Ensemble MusicAeterna und Teodor Currentzis.

»Herausragend die famos bewegliche, silberhelle, ausdruckstarke Deborah York in der Partie der Belinda.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung. Eleonore Büning. 19.11.08

»«

Le Grazie Veneziane – Musik aus den Ospedali Venedigs – Körnerscher Sing-Verein Dresden, dir.Peter Kopp – Georgenkirche, Eisenach (MDR)

»Eine Ahnung vom himmlischen Klang der Hospitäler vermittelt insbesondere Deborah York mit ihrer souveränen klaren Sopranstimme, die größte Tonsprünge mühelos meisterte.«

Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine, 14.10.07

»Deborah York (Sopran) mit lyrischem Timbre und quirliger Lebendigkeit ... Die aberwitzigen Schwierigkeiten waren hier Deborah York anvertraut, die auf einem so gleichermaßen hohen Niveau sang, dass man den mühelosen Vortrag noch so schwieriger Koloraturen und Sprünge nach wenigen Takten für ganz selbstverständlich nahm. Dabei ist ein derartiges Fest für die Ohren nicht alltäglich.«

Dresdner Neueste Nachrichten, Hartmut Schütz, 16.10.07

Deborah York und Lautten Compagney – Dolce mio ben, Konzertabend in Meppen, gesendet: NDR Kultur, Deutsche Welle

»Deborah York ist eine Ausnahmesopranistin die über perfektes Stimmvolumen und höchst sensible Musikalität verfügt. Sie zelebriert in ihren Rezitativen und Arien die unterschiedlichen Affekte mit lebendiger Feinsinnigkeit, ihre glanzvollen Koloraturen fliessen ohne Makel gleichsam mühelos dahin….Das begeisterte Publikum erlebte italienische Sinnenfreude, spritziges Figurenwerk, herrliches Belcanto und auch besinnliches Verweilen [...]. Deborah York begeisterte mit ihrer überragenden Gesangskunst.«

Meppener Tageblatt

»In den gefühlvollen Arien italienischer Komponisten drückte Deborah York Liebe, Trauer und Verzweiflung aus.«

Alfelder Zeitung

»Deborah York bot eine ganze Kette kleiner musikalischer Perlen. Die Sängerin wurde mit ihrem kristallklarem Timbre dem Ideal der Barockmusik voll gerecht. Vor allem, weil sie nicht nur alle Verzierungen und Verschlingungen perfekt nahm, sondern immer die Gefühlslage der jeweiligen Figur erlebbar machte – mal leicht und lebendig, mal leidenschaftlich oder melancholisch.«

Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Mozart – Exsultate Jubilate – Kölner Kammerorchester, Helmut Müller-Brühl, Kölner Philharmonie

»Die Motette Exsultate, jubilate von Mozart gab Sopranistin Deborah York die Gelegenheit, ihre ausgefeilte Koloratur-Technik wirkungsvoll zur Geltung zu bringen.«

Kölnische Rundschau

Mozart/Handel – Messias – Chamber Choir of Europe, 2006

»Einer der bewegendsten Momente aber war die berühmte Arie ›Er weidet seine Herde‹. So glitt ihr Sopran doch so friedvoll in sich gerundet die Melodien entlang, dass eine bezwingende Stimmung von Trost und Heimkehr die Herzen wärmte.«

Arnim Knauer

Alcina (Oberto) – Bayerische Staatsoper, Ivor Bolton/Christophe Loy, July 2005

»[...] der schwerelose Sopran von Deborah York (Oberto).«

Landshuter Zeitung

»Deborah York ist vokal auf höchstem Niveau. Sie weiß Glück und Erschütterung, Verzweiflung, Hass, was immer sie bewegt, glanzvoll und seelenhaft in Töne zu fassen.«

Salzburger Nachrichten

»Deborah York als Oberto überzeugt durch Stimmglanz und darstellerische Lebendigkeit.«

Nürnberger Nachrichten

»Deborah York gab mit leichtem, beweglichem und im hohen Register glänzendem Sopran einen empfindsamen Oberto.«

Rheinpfalz

»Deborah York (Oberto) und Christopher Purves (Melisso) fallen in den bei Loy ohnehin nur angeblichen Nebenrollen kaum hinter die Hauptpaare zurück.«

Münchner Merkur

»Die brillant, koloraturenselige Deborah York als Oberto«

Neue Presse Coburg

»[...] ausgewogenes Festspielniveau, wie etwa Deborah York mit glanzvollem Koloratursopran.«

Reichenhaller Tagblatt

»Eine cherubinohafte Farbe setzt der silbrig leichte Oberto von Deborah York«

Tageszeitung

h-moll-Messe – RIAS Kammerchor/Freiburger Barockorchester – Herreweghe Bach-Woche im Berliner Konzerthaus, live gesendet DR, 2000

»souverän und solide«

Morgenpost

»Ein traumhaftes Pärchen bildeten die Sopranistin Deborah York und der Altus Andreas Scholl im ›Et in unum dominum‹.«

FAZ

Laudate pueri – La Stagione, Frankfurt, 1999

»Traumhafte Klarheit und Intonation...überirdisch«

Bernhard Uske, D/R/S.

Britten – Rape of Lucretia (Lucia) – Bayerische Staatsoper, München, 2004 (Regie: Deborah Warner, Dirigent: Ivor Bolton)

»Die Entdeckung des Abends hört auf den Namen Deborah York. Ihre Lucia fasziniert durch ansatzlosen, mit Leichtigkeit über allem schwebenden hohen Sopran«

Fränkischer Tag, 23.7.04

»Die Lucia gab Deborah York makellos, mit einem zur Höhe hin unbegrenzt scheinenden Sopran.«

Landshuter Zeitung

»und die kleine Dienerin Lucia (Deborah York), selber beunruhigt von dem ›Tiger‹, singt ihre Koloraturen mit der Reinheit eines Knabesoprans.«

TZ, 21.7.04

Jeptha (Iphis) – Berlin Philharmonie, Akademie für Alte Musik, RIAS Kammerchor, dir. Marcus Creed, 1999

»Gerade in den sanften Klängen lag die Stärke dieser Aufführung, vor allem in den Arien der Iphis, der Deborah York (Sopran) mit seltener Klarheit und Sauberkeit den Ausdruck der Unschuld gab.«

Berliner Zeitung

JS Bach – Matthäuspassion – in der Stiftskirche, Stuttgart 2005

»Die ungeheuer zart, fast entrückt singende Sopranistin Deborah York [...]«

Stuttgarter Zeitung

»Deborah York wusste ihre helle, gerade Stimme gleichsam instrumental zu führen«

Stuttgarter Nachrichten

Handel – Messiah – Ton Koopman, Amsterdam Baroque Orchestra, December 2003

»Die Sopranistin Deborah York verlieh dem Abend einen ganz besonderen Glanz. Schwerelos waren ihre Koloraturen, engelsgleich sang sie in ‚Rejoice Greatly’ vom Kommen des Herrn«

Süddeutsche Zeitung

»der himmlische Sopran Deborah Yorks, der schwerelos über allem zu schweben schien [...]«

Donaukurier

Italia
Handel – Il Trionfo del tempo e del disinganno (Bellezza) – Minkowsky, Les Musiciens du Louvre, Festival de Beaune 2004

»La York, che già conosceva la parte per averla registrata con Alessandrini (Opus 111), vanta un timbro particolarmente ammaliatore [...] Deborah York resta una delle migliori voci del cast«

Alessandro di Profio, Giornale della musica.it

Messiah – Ton Koopman – Amsterdam Baroque Orchestra, December 2003

»Una voce d’angelo illumina il Messiah«

»Stella chiarissima, vero angelo,d’una purezza quasi fanciullesca, e invece la soprano Deborah York«

Il corriere della sera, Milano

Teaching